WESTDEUTSCHE ZEITUNG

Er steht auch heute noch auf der Fahndungsliste des BKA, doch das schlechte Steckbriefbild können die Fahnder nun erneuern: Thomas Walter spricht nach 25 Jahren im Untergrund über seine Erfahrung mit dem Gesuchtwerden und der linken Utopie.

CHRISMON – Das evangelische Magazin

Filmtipp!

Der Film gewährt Einblicke in das krisengeschüttelte Land und beleuchtet Walters dortiges Leben – vom Berliner Polit-Autonomen zum halbautonomen Kleinbauern.

KONKRET – Magazin für Politik und Kultur

Wie funktioniert ein Mensch in einer Ausnahmesituation? Und wie eine ganze Gesellschaft? Diese beiden Fragen stehen zwar nicht im Zentrum von Sobo Swobodniks neuem Dokumentarfilm, doch sie gehören zu seinen spannendsten Aspekten. … Swobodnik hält sich sehr zurück und tritt nur in Erscheinung, wenn ein Erzähler unabdingbar ist. Stattdessen fokussiert er sich auf Walter und dessen Lebenswelt. Während viele Dokus ihren Hauptplot gerne mit schnarchnasigem Filmmaterial aufbauschen, gelingt es Swobodnik durch einen Trick, echte Reflexionsmomente zu schaffen. Immer wieder unterlegt er Zeitlupensequenzen von Walters Alltag mit Politsongs, die Walter und der deutsch-französische Rapper Mal Élevé entwickelt haben… Woran muss man und kann man sich das Individuum orientieren, um nicht handlungsunfähig und verrückt zu werden? Was bedeutete Solidarität und wo finde ich sie? Es ist die alte Debatte und Suche nach dem autonomen Subjekt, das einzig in der Lage ist, eine gute Gesellschaft zu begründen.

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Graswurzelrevolution im wahrsten Sinne, eine bewegende, irritierende Zeitreise in eine vergangene Welt, wo Leben und Handeln selbstverständlich politisch waren: Wir schreiben Geschichte, jeder von uns ist ein Teil, wir sind nicht allein.

DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

Filmporträt eines Eigenwilligen.

Sobo Swobodnik dreht ambitionierte Filme über schräge Menschen. Jetzt hat er einen Verwandten porträtiert: Thomas Walter. Der wollte in den 1990ern in Berlin ein im Bau befindliches Abschiebegefängnis in die Luft sprengen. Heute lebt er in Venezuela. Gespräch mit dem Regisseur Sobo Swobodnik über das aufregende Leben von Thomas Walter, den er in „Gegen den Strom – Abgetaucht in Venezuela“ porträtiert.

DIE RHEINPFALZ, Tageszeitung

Gedreht hat die politisch-musikalische Doku der Filmemacher Sobo Swobodnik, der Walter viel Raum gibt seine bisweilen anarchischen Ansichten offen zu legen, zu offenbaren wie weitgehend archaisch er zwischen Holz hacken und Schokolade machen lebt, und zu musizieren, solo an der Gitarre und im Verbund mit Mal Élelvé.

BIOGRAPH, Düsseldorf

Eine ungewöhnliche Dokumentation bringt Sobo Swobodnik in die Kinos… Anhand der Biografien der zwei Porträtierten zeigt Swobodnik diverse Formen des Widerstands und liefert ein eindrückliches Bild über Geisteshaltungen, die Verfolgung durch den Staat, Justiz und persönliche Ideale.

Kontext Wochenzeitung

Wie gesagt: Dies ist kein kritischer Dokumentarfilm, sondern das Dokument eines Sympathisanten. Der konfrontiert uns mit einem sympathischen und sich als Anarchisten bezeichnenden Mann, der für seine Überzeugung konsequent einen ganz eigenen Weg gegangen ist oder gehen musste.

Freitag – Wochenzeitung

Man wünscht sich, dass der Film mit dazu beiträgt, dass endlich die Verjährung für den Anschlag , der nie ausgeführt wurde, in Kraft tritt. Dann könnten wir mit Walter und hoffentlich auch den anderen über die Linke in Deutschland und über die Situation in Venezuela diskutieren. Der Film ist empfehlenswert, weil es Zeitzeugen zu Wort kommen lässt, die vor einem Vierteljahrhundert Teil einer außerparlamentarischen Linken waren, über deren Theorie und Praxis heute wenig diskutiert wird.

Filmrezensionen.de

Was Gegen den Strom – Abgetaucht in Venezuela alles aus der Materie rausholt, ist Porträt eines Mannes, Porträt eines Landes, befasst sich dabei gleichzeitig mit der Kunst als einer Form des Widerstands. Als ein Versuch, den Stimmen der Mächtigen seine eigene entgegenzuschleudern, damit auf Missstände aufmerksam zu machen oder wenigstens zu hinterfragen. Und von denen gibt es heute noch mindestens genauso viele wie vor 25 Jahren.

MDR, Fernsehen – Artour Magazin

Seine linken Ideale setzt Thomas Walter in Venezuela in Musik um und der Film nutzt die Musik um den Alltag dieses sterbenden Landes zu zeigen…. Und: Politische Songs für den Frieden der Welt. … Man schwankt zwischen Bewunderung und Abneigung und dass über selbstreflektierende Politsongs die Ideale an eine neue Generation weitergegeben werden sollen ist gut gemeint und sicher richtig….

Filmdienst

Bevor sich der Film in Alltagsbeobachtungen und politischen Unverbindlichkeiten verläppert, springt dem Filmemacher ein Zufall zur Seite. Schon zu Beginn des Films sind Gitarrensounds zu hören, die entfernt an die Filmmusik von „Improved Sound Limited“ aus „Im Lauf der Zeit“ von Wim Wenders erinnert. Walter macht auch Musik und zwar in der Manier eines politischen Liedermachers. Er schreibt nicht nur deutsche Texte, sondern arbeitet über das Internet auch mit dem Musiker Mal Élevé an einem gemeinsamen Projekt. Der politische Antifa-Aktivist reist schließlich an, um ein paar Tage gemeinsam zu musizieren, zu sprechen und sich auszutauschen.

Melodie & Rhythmus – Magazin für Gegenkultur

Statt der Rekonstruktion der damaligen Ereignisse steht die Musik im Zentrum, an der Walter gemeinsam mit Pablo Charlemoine werkelt. Die Unverdrossenheit, mit der die beiden dann den regelmäßigen Stromausfällen trotzen, indem sie einen Generator zu einem Aufnahmestudio schleppen und dort Stirnlampen aufsetzen, wirkt sehr sympathisch.

EPD-Film, Filmmagazin Polit-aktivistische Ohrwürmer, die als lange Musikstrecken ausführlich den Soundtrack bespielen.

Freie Radios.net

Der Filmtipp der Woche!
Contrabanda FM Radio Barcelona

Der Film den ich dieses Mal empfehlen werde wird bestimmt niemals ins Kino kommen und das nicht nur wegen der Pandemie.

Thomas

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