Geschichte

Seit April 1995 fahndet die deutsche Bundesanwaltschaft nach Bernd Heidbreder, Thomas Walter und Peter Krauth, wegen der Mitgliedschaft in der Vereinigung „K.O.M.I.T.E.E.“, einem Brandanschlag auf ein Gebäude der Bundeswehr und der beabsichtigten Sprengung der Baustelle eines Abschiebegefängnisses. Obwohl die eigentlichen Vorwürfe nach 20 Jahren verjährt sind, wird der Haftbefehl mit Hilfe einer juristischen Spitzfindigkeit nach wie vor aufrechterhalten mit einer Verjährungsfrist von maximal 40 Jahre.

K.O.M.I.T.E.E. 

Das K.O.M.I.T.E.E. war eine militante Gruppe der Berliner linken Szene in den Jahren 1994/95. Sie meldete sich erstmals am 27.10.1994 zu Wort, nachdem sie ein Gebäude des Verteidigungskreiskommandos 852 der Bundeswehr in Bad Freienwalde (Brandenburg) in Brand gesetzt hatte. In der Erklärung wurde die Bundeswehr angegriffen, weil sie den Krieg der Türkei gegen die PKK und gegen die kurdische Bevölkerung massiv unterstützte. Der versuchte Angriff auf den zukünftigen Abschiebe-Knast Grünau am 11.04.1995 erweiterte diese Themenstellung. Zum einen zielte er erneut konkret auf die deutsche Kurdistan-Politik. Darüber hinaus stand die deutsche Abschottungs- und Abschiebepolitik gegen Flüchtlinge aus aller Welt im Fokus. Das K.O.M.I.T.E.E. wollte sich diesmal nicht mit einer symbolischen Aktion begnügen. Nach dem Scheitern des Angriffes in Grünau meldete sich das K.O.M.I.T.E.E. am 06.09.1995 mit einer Erklärung wieder. Darin wurde eine Bilanz gezogen und als Konsequenz aus den gemachten Fehlern, die zur Verfolgung von vier Menschen führten, die Auflösung der Gruppe erklärt.

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